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Über uns

Wir sind ein Haufen motivierter Menschen unterschiedlichen Alters, die das gemeinsame Ziel verfolgen, das Menschenrechtsfestival in Köln als ein alljährliches Ereignis zu etablieren. Wir engagieren uns alle im Menschenrechtsprojekt des Allerweltshaus e.V. in der Körnerstraße in Köln-Ehrenfeld – sei es durch ein Praktikum, Ehrenamt oder persönliche Bindungen.

Das Projekt „Erinnern und Handeln für die Menschenrechte" des Allerweltshauses hat sich 2007 gegründet und trägt seit 2009 seinen Namen. Seit 2015 wird das Projekt unter dem Namen „Stand up for your rights – Menschenrechte erkennen und handeln" von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert. Seit nun fast sieben Jahren veranstalten wir Vorträge, Workshops, Ausstellungen, Lesungen und Podiumsdiskussionen zu Menschenrechtsverletzungen und -situationen. Dabei soll aus historischer und aktueller Perspektive über das Thema berichtet und diskutiert werden.

Gründer des Projekts „Erinnern und Handeln für die Menschenrechte"

Adnan Keskin wurde 1957 in dem türkischen Dorf Savsat in der Türkei geboren. Er engagierte sich in den 1970er Jahren in einer linksradikalen Organisation. Aufgrund seiner politischen Aktivitäten wurde er bald Opfer staatlicher Repression: Im Jahr 1979 wurde er kurzzeitig festgenommen und nach dem Militärputsch am 12. September 1980 von der damaligen türkischen Regierung zum Tode verurteilt.
Trotz Folter während seiner Zeit im Gefängnis konnte er, innerlich ungebrochen, nach sieben Jahren Haft zusammen mit zehn weiteren Häftlingen einen Tunnel bauen und aus dem Gefängnis entkommen. Zusammen mit seiner Ehefrau Nese sah er sich zur Flucht aus der Türkei gezwungen und im Jahre 1987 kamen beide nach Köln. Nachdem ihn die Türkei ausgebürgert hatte, war er seit 2008 staatenlos. In Köln wurde er Mitbegründer des türkischen Menschenrechtsverein Tüday und ab dem Jahr 2007 leitete er bis zu seinem Tod im Januar 2014 das Projekt „Erinnern und Handeln für die Menschenrechte" im Allerweltshaus Köln.
Adnan prägte dieses Projekt nicht nur durch seine politische Erfahrung und seine schier unerschöpfliche Energie - mit seiner Lebensfreude und seinem solidarischen, menschlichem Umgang konnte er viele Menschen, besonders die ehrenamtlichen Praktikant*innen, begeistern. In Adnans Sinne versuchen wir, das Projekt weiterzuführen und zu gestalten.

 

Mehr Informationen findet ihr unter:
www.menschenrechte-koeln.de
www.allerweltshaus.de
facebook.com/koelnmenschenrechte